Maja Storch | Mein Ich-Gewicht

Wie das Unbewusste hilft, das richtige Gewicht zu finden

Goldmann, April 2009

Spritzig und erfrischend geschrieben geht es in diesem Buch glücklicherweise nicht um Abnehmen und Diäten. Vielmehr geht es darum, wie unser Gehirn funktioniert.

Wenn wir mit unserem Verstand vernünftige, völlig logische Ziele ins Auge fassen kommt es vor, dass der entwicklungsgeschichtlich ältere Teil unseres Gehirns diese Entscheidungen und die Informationen, die dazugehören, völlig anders sieht als unser rationaler Verstand. Dieser Teil des Gehirns (siehe das Buch „das adaptive Unbewusste“) bewertet alles, was wir wahrnehmen, emotional und zwar sehr schnell. Wenn die beiden Systeme des Gehirns die Sachlage unterschiedlich sehen, haben wir ein Problem: Wir müssen uns quälen um unser Ziel zu erreichen.

Nun ist es müßig, über unser Steinzeitgehirn zu jammern, das so gar nicht in das postmoderne Zeitalter passt. Stattdessen sollten wir uns ansehen, wie dieses Ding zwischen den Ohren funktioniert und seine Resourcen nutzen. Wie das geht, beschreibt Frau Storch in sieben einfach nachzuvollziehenden Schritten ganz nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Es geht um Körpergefühl und Körperwahrnehmung, um Zielfindung, Zielformulierung und Motivation. Die beigefügten Arbeitsblätter sind zur Visualisierung hilfreich und ich finde es sympathisch, dass man sie auch kostenlos im Internet runterladen kann.

Auch wenn man an der Sprache merkt, dass wir aus verschiedenen Fachrichtungen kommen spricht Frau Storch mir seitenweise aus der Seele. Besonders ihr Plädoyer, endlich aufzuhören sich und seinen Körper in irgendwelche Standards oder Normkurven pressen zu lassen, sollte von möglichst vielen gelesen und verstanden werden.

Alles in allem bin ich sehr froh über dieses Buch, erspart es mir doch die Mühe ein eigenes zu dem Thema zu schreiben.

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